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7 Min.Herzblut Tiernahrung

Hundefutter-Etikett lesen: Was die Zutatenliste wirklich verrät

Eine Herzblut Dose Lamm mit Reis neben einem gefüllten Napf auf Holzuntergrund.

Blake und Dexter haben Herzblut überhaupt erst ausgelöst. Wir wollten wissen, was in ihrem Napf landet – und standen erstmal ratlos vor Dosen, deren Etikett man nur versteht, wenn einem jemand die Regeln erklärt. Genau das machen wir hier. Denn das meiste, was wichtig ist, steht auf der Rückseite – nicht auf der schön gestalteten Vorderseite.

Die Zutatenliste: die Reihenfolge sagt schon viel

Die Zutaten stehen nach Gewicht sortiert, das mit dem größten Anteil zuerst. Was oben steht, ist am meisten drin. Klingt banal, ist aber der schnellste Check: Steht Fleisch ganz oben – oder erst hinter mehreren pflanzlichen Zutaten?

Offene oder geschlossene Deklaration?

Zwei Wege, dasselbe zu beschreiben – mit großem Unterschied für euch:

  • Geschlossene Deklaration: Sammelbegriffe wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“, „Getreide“ oder „pflanzliche Nebenerzeugnisse“. Was genau drinsteckt und von welchem Tier, bleibt offen.
  • Offene Deklaration: Jede Zutat einzeln benannt, mit Prozentangabe. Zum Beispiel „70 % Rind (Muskelfleisch, Herz, Lunge)“.

Bei der geschlossenen Variante könnt ihr nicht nachvollziehen, welche Tierart im Napf ist. Für Hunde mit Unverträglichkeit ist das ein echtes Problem.

„Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ – was heißt das?

Ein Sammelbegriff, der viel abdecken kann. Die Tierart wird nicht genannt, und der Inhalt kann von Charge zu Charge wechseln. Für die meisten Hunde ist das kein Drama. Wer aber einen Allergiker zuhause hat oder eine Ausschlussdiät fährt, für den ist so ein Begriff wertlos – man weiß schlicht nicht, was man testet. Warum wir deshalb auf eine einzige Proteinquelle setzen, haben wir im Ratgeber „Monoprotein Hundefutter“ erklärt.

Die Prozent-Falle

Sobald eine Sorte besonders hervorgehoben wird – im Namen oder mit einem appetitlichen Bild auf der Dose – muss ihr Anteil angegeben werden. Der steht dann oft klein in der Zutatenliste. Und da liest man schon mal: 4 % Rind. „Rind-Menü“ auf der Front heißt eben nicht „viel Rind“. Lohnt sich, da genau hinzuschauen.

Analytische Bestandteile

Rohprotein, Rohfett, Rohasche, Rohfaser, Feuchtigkeit. Diese Werte sagen etwas über die Zusammensetzung – aber nichts über die Qualität oder Herkunft der Zutaten. Ein hoher Rohproteinwert verrät nicht, aus welcher Quelle das Protein stammt. Deshalb: immer zusammen mit der Zutatenliste lesen, nie allein.

Zusatzstoffe: nicht alles davon ist schlecht

Bei einem Alleinfuttermittel gehören bestimmte Zusatzstoffe dazu – Vitamine und Spurenelemente etwa, damit euer Hund alles bekommt, was er braucht. Das ist gewollt und sinnvoll. Getrennt davon gibt es technologische Zusätze wie Konservierungs- oder Farbstoffe. Der Blick lohnt sich: Was ist ernährungsphysiologisch nötig – und was nur Kosmetik für die Optik?

Alleinfutter oder Ergänzungsfutter?

Steht meist unscheinbar irgendwo dabei, ist aber wichtig: Ein Alleinfuttermittel deckt den kompletten Bedarf. Ein Ergänzungsfuttermittel nicht – das muss mit anderem kombiniert werden. Wer das verwechselt, füttert unter Umständen einseitig.

Wie wir das bei Herzblut halten

Wir setzen auf offene Deklaration: eine klar benannte tierische Proteinquelle pro Sorte, mit ausgewiesenem Anteil. Keine Sammelbegriffe, kein Rätselraten. Nicht, weil das schöner klingt, sondern weil wir es für unsere eigenen Hunde genauso wollten – nachvollziehbar bis zur letzten Zutat.

Kurz-Check fürs nächste Etikett

  1. Steht Fleisch weit oben in der Zutatenliste?
  2. Ist die Tierart klar benannt – oder nur „tierische Nebenerzeugnisse“?
  3. Wie hoch ist der angegebene Fleischanteil wirklich?
  4. Alleinfutter oder Ergänzungsfutter?
  5. Versteht ihr das Etikett auch ohne Lexikon? Wenn nicht, ist das oft schon die Antwort.

Unser Fazit

Ein Etikett zu lesen ist keine Wissenschaft, wenn man die paar Regeln kennt. Reihenfolge, offene Deklaration, ehrliche Prozentangaben – damit erkennt ihr schnell, was wirklich im Napf ist. Und wenn ihr Fragen zu einer unserer Sorten habt: schreibt uns. Dahinter stehen echte Hundemenschen, keine Marketingabteilung.

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